8-Kanal Multiprop Encoder

Für viele Zwecke im Funktionsmodellbau sind Servos unersetzlich oder einfach praktisch. Wenn es bei vielen Funktionen zu einem Mangel an Servokanälen kommt, braucht man eine Kanalerweiterung, mit der mehrere Servos über einen Proportionalkanal der Fernlenkanlage gesteuert werden können. Der hier vorgestellte Encoder wird im Sender eingebaut und verfügt über acht Potentiometer zur proportionalen Steuerung von acht Servos.

Der Encoder ist mit folgenden Sendern getestet:

  • Futaba F-14 (nur 8-Kanal Version)
  • Futaba FC-16/BnT

Der Encoder funktioniert nicht in anderen Sendertypen, gleiches gilt für 2,4 GHz Systeme.

Am Empfänger wird der 8-Kanal Servo Decoder zum Anschluss der Servos benötigt.

Falls es bei der Steuerung der Servos nicht wichtig ist, dass die Servos proportional der Stellung des Potis am Sender folgen, und dies ist bei den meisten mechanischen Sonderfunktionen der Fall, ist der Einsatz des Schaltservo-Decoders dem Multiprop-Decoder vorzuziehen. Die Servos werden dabei über Schalter am Sender gesteuert. Dies ermöglich realistische und langsame Bewegungen. Der Multiswitch-Encoder ist außerdem mit verschiedenen Sendertypen kompatibel.

Funktionsweise

Im Gegensatz zum Schalkanal-Encoder (Multiswitch) müssen beim Multiprop-Encoder nicht nur die Ein/Aus Informationen, welche mit zwei verschiedenen Impulslängen codiert werden können, sondern alle möglichen Impulslängen für die proportionale Servosteuerung übertragen werden. Für diesen Zweck wurde der Analog-Mulitplexer 4051 verwendet, der acht Eingänge - abhängig von seinen drei Steuereingängen - auf einen gemeinsamen Ausgang durchschalten kann. Außerdem läßt sich der Ausgang auch hochohmig schalten, so dass ein Synchronisations-Signal für das Multiplexing erzeugt werden kann.

Die drei Steuereingänge werden von einem Mikrocontroller Typ PIC 12F629 bedient, der mit dem Sync.-Signal des Senders gefüttert wird und die Steuereingänge des Multiplexers so bedient, dass die acht an den Potis anliegenden Spannungen nacheinander auf den Geber des Senders gelegt werden. Nach einem Durchlauf wird der Mulitplexer hochohmig geschaltet und ein Ausgang des PIC wird direkt auf den Geber geschaltet, um das Synchronisations-Signal zu erzeugen.

Leiterplatte

Der Platz auf der Encoderplatine ist äußerst knapp. Die Platine sollte in das Sendergehäuse passen, diese Vorgabe war nur durch ein doppelseitiges Layout mit Durchkontaktierungen zu erreichen. Die Herstellung der Platine im Hobbykeller ist daher nur für Fortgeschrittene zu empfehlen, die Vorlagen dafür sind im PostScript Format in der mp8-Encoder.zip Archivdatei enthalten.

Abgesehen von den acht Potentiometern sind ausschließlich SMD-Bauteile auf der Platine vorgesehen. Dies gilt auch für den Mulitplexer und den Mikrocontroller (eine Vorversion des Encoders mit einem PIC im DIL-8 Gehäuse war leider 3 mm zu lang und passte nicht genau unter den Optionsplatz im Sender). Damit scheidet die Programmierung des PIC über einen herkömmlichen ZIF Sockel aus. Ich habe mir daher einen Programmieradapter für SOIC-8 Gehäuse gebaut.

Einbau im Sender

Der Encoder passt genau auf den Montagerahmen unter den Optionsplätzen und wird mit vier Schrauben daran befestigt. Der Anschluss im Sender erfolgt an der Multi-Out Buchse der Senderplatine (oder am Multiswitch-Encoder, falls dieser bereits eingebaut ist). Die folgenden Bilder zeigen den eingebauten Encoder in meinem F-14 Sender:

 

 

Anschluss

Das folgende Bild zeigt die Anschlussbelegung der Platine:

Anschlussbelegung der Encoder-Platine

Download

Dateien:
Bauanleitung 8-Kanal Multiprop Encoder

Aufbau- und Bedienungsanleitung für den 8-Kanal Multiprop Encoder.

Datum 30.06.2017
Sprache  Deutsch
Dateigröße 232.63 KB
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8-Kanal Multiprop Encoder
  • Firmware (Vollversion)
  • Belichtungsvorlage für die Leiterplatte
Lizenz private Nutzung Tooltip
Datum 30.06.2017
Dateigröße 7.76 KB
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